Um 7:45 gab es Frühstück, ausführlich wie immer, um neun fuhren wir ab zum Fort Amber. Gegen unsere Annahme konnte man nicht nur mit dem Elefant oder dem Tuctuc den Hügel bezwingen, sondern auch mit dem Auto.
Wir fuhren also in strömendem Regen wunderschönen, zerfallenen Palästen und Tempeln entlang zum Fort empor, warteten bis es zu regnen aufhörte und gingen dann los auf Entdeckungstour. Vor dem Eingang des Forts war ein riesiges Geschrei, ein Durcheinander von Händlern, Elefantentreibern und Bettlern, danach bis zum glitzernden Spiegelsaal ein Touristenchaos, dann ein Labyrinth von engen Gängen und Kammern. Von den Balkonen aus konnte man eine über die Hügel gezogene Mauer bestaunen, die die Landschaft noch schöner machte. Nachdem wir genug herumgeirrt waren, gingen wir zurück zu Mr. Rampal, der uns in den Shop von gestern fuhr, um unsere Schulden zu begleichen. Dort gab es wieder Tee, wir kriegten je ein Oberteil geschenkt und entschieden uns wegen der brütenden Hitze den Mittag drinnen zu verbringen. Dort assen wir Mangos und Bananen.
Nach einem erquickenden Mittagsschlaf gingen wir auf den Markt, es war ein wenig anstrengend (please, come to my shop! Shoes 50 Rupies! You smile like an english girl! Maybe after?), aber wir kauften dennoch fleissig ein. Danach wurden wir durch die bittenden Hundeblicke unseres Fahrers überredet, in einen superedlen Schmuckladen zu gehen, den wir aber wegen Geldmangel schnell wieder verliessen. Mr. Rampal führte uns noch in einen Tempel, in dem es für einen indischen Tempel sehr still war, er war weiss und an einige Wände waren seltsame Bilder gemalt. Diesen anstrengenden, kostspieligen Tag wollten wir in einem guten Restaurant ausklingen lassen, doch... sagen wir, Touristen mit Ausschnitten bis zum Bauchnabel und Ärschen so breit wie die von Elefanten, schlaksige, taktlose Engländer beim indischen Tanz und sich vollstopfende Amerikaner sind nicht ganz unsere Kragen- oder Kleiderweite. So schnell wie möglich beendeten wir also das Mahl und liessen uns zurück ins Hotel chauffieren, wo der Verkäufer aus dem Shop vorbeikam um uns unsere Kleider vorzuführen und zu übergeben. Jedes Stück wurde anprobiert, begutachtet und schliesslich mit einem Foto (das wir ihm unbedingt schicken sollen!) verewigt. Nach zehn Uhr stolperten wir endlich todmüde in unser Zimmer, wo wir gemachte Betten, zwei Birnen und zwei Pralinés vorfanden.

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